
Vier Tipps für dein Coaching – und viele weitere Ideen!
Manchmal reicht ein einzelner Begriff, um ein Gespräch zu eröffnen, neue Perspektiven zu entdecken oder festgefahrene Gedanken in Bewegung zu bringen.
Entdecke vier praktische Anregungen, wie du das Ritual der Stäbe im Coaching und in der therapeutischen Begleitung einsetzen kannst.
Und das ist erst der Anfang! Weiter unten findest du zahlreiche zusätzliche Praxisbeispiele und Rituale, die sich leicht in deine Einzel- oder Gruppenarbeit integrieren lassen.
Lass dich inspirieren und entdecke neue Möglichkeiten für deine Arbeit mit Menschen.
Ankommen und beginnen
Ein guter Anfang schafft Raum für Begegnung und für das, was Menschen gerade bewegt. Die Stäbe laden dazu ein, anzukommen, erste Gedanken zu teilen und miteinander ins Gespräch zu kommen – im Einzelcoaching ebenso wie in einer Gruppe.


Erster Gesprächseinstieg im Einzelsetting
Wenn ein Klient oder eine Klientin spürt, dass etwas da ist, es aber noch nicht klar benennen kann, kann ein intuitiv gezogener Stab einen ersten Zugang eröffnen. Der Begriff schafft Sprache, Orientierung und oft auch sofortige Resonanz.
Mögliche Fragen:
- Was spricht dich an diesem Begriff an?
- Wo zeigt sich das gerade in deinem Leben?
- Was wird dadurch klarer?


Vorstellungsrunde – Verbindung statt Small Talk
Die Herausforderung dabei ist, dass sich die Teilnehmer in neu zusammengestellten Gruppen noch nicht kennen. Unsicherheit und Zurückhaltung erschweren oft den Einstieg.
Mit dem Ritual der Stäbe wird eine Intervention durchgeführt: Jeder Teilnehmer zieht intuitiv einen Stab und stellt sich anhand des gezogenen Begriffs vor.
Beispiel: „Ich bin Lea und habe den Stab ‚Richtung‘ gezogen. Ich wünsche mir neue Perspektiven für meinen weiteren Weg.“
Wirkung: Die persönliche Vorstellung schafft Verbindung, fördert Offenheit und Vertrauen und ermöglicht einen tieferen Einstieg in die gemeinsame Arbeit.
Ein Thema vertiefen
Manchmal eröffnet ein ungewohnter Impuls einen neuen Zugang zu einem vertrauten Thema. Die Stäbe, die Fragen im Begleitbuch und die Resonanz anderer können dazu anregen, Zusammenhänge zu erkunden und dem Aufmerksamkeit zu schenken, was bisher wenig Raum hatte.


Resonanzübung – Was spricht dich an?
Intervention mit dem Ritual der Stäbe:
Die Stäbe werden offen und ungeordnet vor dem Klienten ausgelegt. Er lässt seinen Blick kurz über die Begriffe schweifen und wählt dann intuitiv die Stäbe aus, die ihn spontan ansprechen oder innerlich berühren.
So können aktuelle Themen, innere Spannungen oder Entwicklungsrichtungen sichtbar werden – insbesondere, wenn der Klient sein Anliegen noch nicht klar benennen kann.
Mögliche Fragen:
- Welche Begriffe sprechen dich spontan an?
- Was lösen diese Begriffe in dir aus?
- Welcher Stab beschreibt dein Kernthema am besten?
- Was überrascht dich an deiner Auswahl?


Perspektivwechsel – Neue Sichtweisen entdecken
Intervention mit dem Ritual der Stäbe:
Wenn sich ein Gespräch im Kreis dreht und der Klient nicht weiterkommt, kann ein intuitiv gezogener Stab neue Perspektiven eröffnen.
Der Begriff lenkt die Aufmerksamkeit auf bisher unbeachtete Aspekte und durchbricht festgefahrene Gedankenmuster.
Mögliche Fragen:
- Was löst dieser Begriff spontan in dir aus?
- Wie verändert er deinen Blick auf das Thema?
- Welche neue Perspektive wird dadurch möglich?
- Welche Botschaft könnte dieser Begriff für dich haben?


Der Spiegel der Gruppe
Intervention mit dem Ritual der Stäbe:
In einer vertrauten Kleingruppe stellt eine Person ihr Anliegen vor und zieht dann intuitiv einen Stab. Ein Gruppenmitglied liest die entsprechende Bedeutung aus dem Begleitbuch vor. Anschließend teilen die anderen ihre Gedanken und Wahrnehmungen.
Die Person reflektiert dann, welche Impulse sie ansprechen. So werden neue Perspektiven und Unterschiede zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung sichtbar. Wichtig sind Vertrauen und Wertschätzung.
Mögliche Fragen:
- Welche Rückmeldung berührt dich besonders?
- Welcher Blickwinkel ist für dich neu?
- Was erkennst du über dich oder dein Thema?
- Welche Erkenntnis nimmst du mit?
Bewusst abschließen
Was bleibt, wenn das Gespräch oder die gemeinsame Zeit zu Ende geht? Ein bewusster Abschluss gibt Raum, Erlebtes nachklingen zu lassen, persönliche Erkenntnisse festzuhalten und einen stimmigen Impuls mit in den Alltag zu nehmen.


Gesprächsausstieg / Abschlussimpuls
Intervention mit dem Ritual der Stäbe:
Wenn am Ende eines Gesprächs noch Zeit ist, kann ein intuitiv gezogener Stab einen letzten Impuls geben. Er eröffnet oft einen neuen Blickwinkel, bringt frische Gedanken ins Bewusstsein und lenkt die Aufmerksamkeit auf einen Aspekt, der bisher noch nicht gesehen wurde. So kann das Gespräch nicht nur abgerundet, sondern auch mit zusätzlicher Tiefe oder einer weiterführenden Perspektive abgeschlossen werden.
Mögliche Fragen:
- Warum könnte gerade dieses Konzept zum Abschluss wichtig sein?
- Welche Aspekte ergänzt dieser Begriff zu dem, was heute schon klar geworden ist?
- Welche innere Bewegung entsteht, wenn du diesen Impuls auf dich wirken lässt?
- Wie verändert sich dein Blick auf das Thema durch diesen Stab?


Gruppenabschluss – Gemeinsam bewusst abschließen
Intervention mit dem Ritual der Stäbe:
Zum Abschluss eines Gesprächs zieht der Klient intuitiv einen Stab. Dieser kann neue Blickwinkel eröffnen, bisher unbeachtete Aspekte sichtbar machen und einen weiterführenden Gedanken mitgeben.
Mögliche Fragen:
- Warum könnte dieser Begriff jetzt wichtig sein?
- Was ergänzt er zu deinen bisherigen Erkenntnissen?
- Welche neuen Gedanken entstehen dadurch?
- Was nimmst du als Impuls mit?
Zwischen Terminen weiterarbeiten
Was im Coaching angestoßen wird, darf im Alltag weiterreifen. Die 7-Tage-Reflexion lädt dazu ein, ein Thema über mehrere Tage aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten und eigene Erfahrungen und Beobachtungen in die nächste Sitzung einzubringen.


7-Tage-Reflexion: Ein Thema im Alltag vertiefen
Intervention mit dem Ritual der Stäbe:
Der Klient formuliert eine offene Frage, die ihn sieben Tage lang begleitet. Jeden Tag zieht er einen Stab und betrachtet sein Thema aus dem Blickwinkel des gezogenen Begriffs. Morgens und abends hält er jeweils einen kurzen Gedanken oder eine Erkenntnis fest.
Nach sieben Tagen werden die Stäbe und Notizen gemeinsam betrachtet. So können wiederkehrende Muster, neue Erkenntnisse und nächste Schritte sichtbar werden.
Mögliche Fragen:
- Was zeigt dir der heutige Begriff zu deinem Thema?
- Wo begegnet dir dieser Aspekt im Alltag?
- Welche Zusammenhänge erkennst du im Rückblick?
- Was ist dein nächster stimmiger Schritt?


Was du für deine Praxis erhältst
Mit „Das Ritual der Stäbe” erhältst du ein Material, das sich direkt in der Begleitung einsetzen lässt und zugleich offen genug ist, um sich an deine eigene Arbeitsweise anzupassen.
Im Set enthalten sind:
- 64 Konzeptstäbe,
- ein Begleitbuch mit Erklärungen der Konzepte, Fragen und Anwendungsimpulsen,
- ein Baumwollbeutel zum Ziehen und Aufbewahren.

Entwickelt von Mathias Brunner
Als Coach begleitet er seit Jahren Menschen in Prozessen der Selbstreflexion, Klärung und Veränderung.
Aus dieser Arbeit ist das Ritual der Stäbe entstanden – ein greifbares Werkzeug, das Gespräche öffnen, Themen fokussieren und die persönliche Entwicklung unterstützen kann.
FAQ
Für welche Settings eignet sich das Ritual der Stäbe?
Das Ritual der Stäbe eignet sich für Einzelsettings, Gruppen, Workshops und begleitende Entwicklungsprozesse. Es kann als Einstieg, zur Vertiefung oder als Abschluss einer Sitzung eingesetzt werden.
Kann ich mit einem Stab oder auch mit mehreren Stäben arbeiten?
Beides ist möglich. Ein einzelner Stab eignet sich gut als erster Impuls. Mehrere Stäbe helfen dabei, verschiedene Ebenen, Dynamiken oder Perspektiven eines Themas sichtbar zu machen.
Brauche ich eine spezielle Ausbildung für die Anwendung?
Nein, das Begleitbuch unterstützt dich Schritt für Schritt bei der Anwendung. Als Fachperson entscheidest du selbst, wie du die Impulse in deinen professionellen Kontext integrierst.
Eignet sich das Ritual auch für Menschen, die mit Ritualen wenig anfangen können?
Ja. Das Ritual der Stäbe kann sehr schlicht und geerdet als haptischer Reflexionsimpuls eingesetzt werden, der Sprache, Resonanz und Perspektivwechsel ermöglicht.
Ist das Ritual der Stäbe ein diagnostisches Verfahren?
Nein, es ist ein ergänzendes Reflexionsmaterial und kein diagnostisches Instrument.
Kann ich das Ritual auch in Gruppen nutzen?
Ja. Es ist besonders für Vorstellungsrunden, Themenfindung, Gruppenreflexion und Perspektivarbeit geeignet.
Was macht das Begleitbuch in der Praxis hilfreich?
Es liefert dir zu jedem Konzept vertiefende Impulse, Reflexionsfragen und Anregungen, die du flexibel in deine Arbeit einbinden kannst.
Aus welchem Material bestehen die Stäbe und wie bewahre ich sie richtig auf?
Die Stäbe bestehen aus hochwertigem, nachhaltig gewonnenem Kirschen-, Buchen- oder Walnussholz, sind fein geschliffen und liegen angenehm in der Hand. Du brauchst keinerlei Vorwissen, denn das Begleitbuch führt dich Schritt für Schritt durch alle Anwendungen. Am besten bewahrst du die Stäbe im mitgelieferten Baumwollbeutel auf. Achte darauf, die Stäbe vor extremer Feuchtigkeit zu schützen.

