Gruppen lebendig gestalten – mit dem Ritual der Stäbe 

Vier Praxisideen für Coaches, Trainer, Therapeuten und Seminarleitende

Wie gelingt eine Vorstellungsrunde, die über Name und Beruf hinausgeht? Wie kommen in einer Gruppe unterschiedliche Sichtweisen zur Sprache? Und wie lässt sich ein Seminar mit einem persönlichen Impuls abschließen?

Das Ritual der Stäbe bietet dir eine einfache Möglichkeit, deine Gruppenarbeit durch haptische Reflexionsimpulse zu bereichern.

Entdecke vier Anregungen, die du flexibel in deine Seminare, Workshops und Gruppenprozesse einbinden kannst.

1. Die Vorstellungsrunde:   Mehr als Name und Beruf

Anstatt die Teilnehmenden nur nach ihrem Namen und ihren Erwartungen zu fragen, lade sie ein, einen Stab aus dem Baumwollbeutel zu ziehen.

Jeder betrachtet den gezogenen Begriff und überlegt, welche persönliche Verbindung er dazu herstellen möchte.

Ein Beispiel:

„Ich bin Lea. Mein Stab heißt ‚Richtung‘. Das passt für mich, weil ich mir von diesem Seminar neue Orientierung für meinen beruflichen Weg wünsche.“

Mögliche Leitfragen:

  • Was verbindest du mit deinem Begriff
  • Welche Bedeutung hat er für dich im Hinblick auf dieses Seminar?
  • Was möchtest du den anderen darüber erzählen?

So können bereits in der ersten Runde persönliche Anknüpfungspunkte für das weitere Miteinander geschaffen werden.

2. Die Gruppenreflexion: Unterschiedliche Sichtweisen entdecken 

Du möchtest ein Seminarthema gemeinsam vertiefen?

Lege dazu mehrere Stäbe offen auf einen Tisch. Die Teilnehmenden betrachten die Begriffe und wählen jeweils einen aus, der sie im Zusammenhang mit dem aktuellen Thema anspricht.

Anschließend tauschen sie sich zu zweit, in Kleingruppen oder im Plenum darüber aus.

Mögliche Leitfragen:

  • Warum hast du gerade diesen Begriff gewählt?
  • Welcher Zusammenhang entsteht für dich zu unserem Thema?
  • Was fällt dir auf, wenn du die Sichtweisen der anderen hörst?

Die Begriffe dienen als Ausgangspunkt für einen Austausch, bei dem unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven ihren Platz haben.

3. Der Gruppenabschluss: Einen persönlichen Gedanken mitnehmen 

Am Ende eines Seminars muss nicht zwangsläufig eine klassische Feedbackrunde stattfinden.

Du kannst die Teilnehmenden stattdessen einladen, noch einmal intuitiv einen Stab zu ziehen und den Begriff mit dem Erlebten zu verbinden.

Mögliche Leitfragen:

  • Was nimmst du aus der heutigen gemeinsamen Arbeit mit?
  • Was bedeutet dein gezogener Begriff für dich zum Abschluss?
  • Welche Gedanken möchtest du in deinen Alltag mitnehmen?

Jede Person darf einen kurzen Gedanken teilen. So entsteht ein gemeinsamer Abschluss, der gleichzeitig Raum für individuelle Erkenntnisse lässt.

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4. Für vertraute Gruppen:     Der Spiegel der Gruppe 

Wenn sich die Teilnehmenden bereits kennen und eine vertrauensvolle Atmosphäre besteht, kannst du noch einen Schritt weitergehen.

Eine Person bringt ein persönliches Anliegen ein und zieht einen Stab. Die anderen Gruppenmitglieder teilen daraufhin freiwillig ihre Gedanken und Wahrnehmungen dazu – wertschätzend und ohne den Begriff oder die Person festzulegen.

Die Person mit dem Anliegen entscheidet selbst, welche Rückmeldungen sie aufgreifen möchte.

Diese vertiefende Form eignet sich insbesondere für begleitete Entwicklungs- und Reflexionsgruppen.

Ein Set – viele Möglichkeiten für deine Gruppenarbeit 

Das Ritual der Stäbe besteht aus 64 gravierten Holzstäben mit unterschiedlichen Konzepten.

  • 64 gravierten Holzstäben mit unterschiedlichen Konzepten
  • einem Begleitbuch mit Erläuterungen, Fragen und Reflexionsimpulsen
  • einem Baumwollbeutel zum intuitiven Ziehen und Aufbewahren

Du kannst die Stäbe gezielt in deine vorhandene Methodik integrieren – als kurzen Impuls zwischendurch oder als Bestandteil einer längeren Gruppenübung.

Preis: 
Je nach Material zwischen 74,00 und 79,00 Euro

Weitere Möglichkeiten entdecken 

Das Ritual der Stäbe kann nicht nur in Gruppen verwendet werden. Es gibt auch unterschiedliche Anwendungen für Einzelcoachings, Perspektivwechsel und die Begleitung persönlicher Entwicklungsprozesse.